beach-1850728_640

Anziehungskräfte: Warum wir jemanden attraktiv finden

Kann Anziehung und Attraktivität nur durch ein angeborenes Talent erreicht werden?
Die Anziehungskräfte zwischen Menschen stellen eines der größten Mysterien unseres Lebens dar. Wieso werden einige Personen unmittelbar, wenn sie einen Raum betreten von nahezu allen anwesenden als sympathisch, selbstbewusst und charismatisch wahrgenommen und andere gehen komplett in der Menge unter? Handelt es sich hierbei um ein angeborenes Talent oder um etwas, das jeder lernen kann?

Wie es zu Anziehungskräften zwischen zwei Menschen kommt

magnet-213741_640

Sie haben sicher schon einmal gehört, dass wir als Menschen uns innerhalb von Sekunden oder sogar Bruchteilen von Sekunden einen ersten Eindruck einer anderen Person bilden. Daher kommt es hierbei nur zu einem verschwindend geringen Teil auf die verbale Kommunikation an. Bevor jemand überhaupt den Mund geöffnet hat, haben wir meist schon ein Gefühl dafür, ob wir die Person sympathisch finden oder nicht. Alle folgenden Gespräche können diesen ersten Eindruck nur noch leicht in eine bestimmte Richtung verändern. Grundsätzlich revidiert wird dieser jedoch nur selten. Das gilt selbst beim Casual Dating, sehen Sie hier. Doch worauf kommt es dann stattdessen an?

Vieles spielt sich in den ersten Sekunden im non-verbalen Bereich ab. Unzählige Faktoren werden innerhalb kürzester Zeit von uns aufgenommen, vom Gehirn verarbeitet und interpretiert. Von der Körperhaltung, Mimik, Gestik, dem Klang der Stimme bis hin zu Geruch und Aussehen – all dies wird in einem ersten Eindruck zusammengeführt und mit unseren eigenen Präferenzen abgeglichen. Auch der Gemütszustand zum jeweiligen Zeitpunkt spielt eine entscheidende Rolle. Sind wir gerade schlecht gelaunt, müde oder anderweitig abgelenkt, wird selbst jemand, der theoretisch voll und ganz unserem Geschmack entspricht, als weniger attraktiv und anziehend abgestempelt als es noch vor 1-2 Tagen oder auch nur vor 10 Minuten der Fall gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund wirkt auch ein Korb deutlich weniger verletzend. Andererseits bei guter Laune und euphorischer Stimmung kann es auch mal schnell zu einem Seitensprung kommen. Alkohol trägt seinen Teil dazu bei.

Was kann ich also tun, um einen besseren Eindruck zu hinterlassen?

Da unser Gebaren, wie wir soeben herausgefunden haben, weitaus wichtiger ist als das, was wir sagen, sollte hier auch vorerst der größte Fokus drauf liegen. So können wir schon durch einige simple Tricks unsere äußere Erscheinung stark verbessern. Abgesehen von einem gepflegten Äußeren, kommt es vor allem auf eine aufrechte, selbstbewusste Körperhaltung an: ein durchgedrückter Rücken, lockere, leicht nach hinten gezogene Schultern und ein erhobenes Kinn sind ein erster Schritt um ein Treffen zu verabreden. Auch eine ruhige und langsame Sprechweise trägt dazu bei, dass andere uns als attraktiver wahrnehmen. Auch wenn es sich hierbei nur um zwei kleine Veränderungen handelt, können sie doch eine große Wirkung in Sachen Anziehungskraft entfalten.

human-1602493_640

Wird Onlinedating die Gesellschaft verändern?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns zunächst einmal dem Phänomen Onlinedating auf eine beschreibende Art und Weise nähern. Welche Funktionen übernimmt das Onlinedating? Ersetzen diese Funktionen gesellschaftliche (also analoge) Äquivalente?

Der wichtigste Unterschied zwischen Online- und Offline-Dating

Beim Onlinedating bzw. der Partnersuche in dezidierten Internetportalen und Social Networks kommen wir gewissermaßen in die Vorzüge einiger Abkürzungen, die uns im Bestfall schneller zum Ziel führen. Während wir im realen Leben Schwierigkeiten schon da haben können, wo wir nicht sicher sind ob eine andere Person unsere Flirts versteht und erwidert, nimmt die Kommunikation über das Internet uns einige dieser Hürden ab. Ein wichtiger Begriff ist hier wohl der des Konsens. Wer sich auf einer Partnerbörse registriert, gibt allen anderen Nutzern damit Bescheid; “Ich bin auch hier, weil ich jemanden zum Daten suche” – und kann dabei sicher sein, dass alle Nutzer die selben Ziele verfolgen, so der Branchenexperte Dating Advisor. Flirts sind integraler Bestandteil der Kommunikation. “Anmachsprüche” entfallen, da der Grund für jede Kontaktaufnahme zu anderen Mitgliedern sich von selbst erklärt.

Das geschriebene Wort – Probleme und Schwierigkeiten

Fluch und Segen ist dabei die Tatsache, dass ein Großteil der Kommunikation über das geschriebene Wort stattfinden wird. Schnell bekommt man dabei das Gefühl, schriftlich nicht ein angemessenes Selbstbild vermitteln zu können. Man hat mehr Zeit, Nachrichten zu formulieren, gleichzeitig steigt aber auch das Potenzial für Missverständnisse. Wichtig ist, möglichst natürlich zu bleiben und sich nicht zu verstellen. Gerade bei Casual-Dating (C-Date) Webseiten bleibt es selbstverständlich das Ziel, sich so bald als möglich in Person zu treffen.

Und hat einer dieser Faktoren Einfluss auf die Gesamtgesellschaft?

Das Internet ist nicht erst seit gestern auf dem Vormarsch. Heute ist es nahezu überall, was nicht zuletzt der Verbreitung von Smartphones geschuldet ist. Als Kommunikationsmedium hat es Einfluss auf den Alltag aller Menschen. Nicht nur im deutschen Sprachraum haben sich mittlerweile sprachliche Neuschöpfungen etabliert, die diesen hohen Grad des Einflusses widerspiegeln. Menschliches soziales Handeln ist immer problemorientiert – mit einer angepassten Sprache können wir Informationen schneller und effektiver weitergeben und verstehen. Onlinedating ist nur ein verhältnismäßig unbedeutender Teilaspekt des Internets. Aber zweifellos verändert es unsere Gesellschaft – auch wenn dies vielleicht nicht in einem großen Maß geschieht. Allein seine Existenz als Alternative zur klassischen Partnersuche fließt in unser Denken ein. Es greift nicht selten in bestimmte Nischen, die von der hektischen und stressigen Moderne erzeugt werden – als zeitsparende Methode, ganz gezielte Personengruppen nach Partnern zu durchsuchen. Spezialisierte Partnerbörsen werben bereits damit.

Onlinedating hat einen schleichenden Einfluss. So wie alle gesellschaftlichen Veränderungen lässt dieser sich objektiv nicht als gut oder schlecht beschreiben. Dafür bedarf es einer Perspektive – und wer könnte hier besser urteilen, als jene Mitmenschen, die Onlinedating regelmäßig nutzen?