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Wie viel Sex braucht der Mensch?

Wie viel Sex braucht der Mensch – Die Wissenschaft übt sich in Statistik

Sex ist ein Thema, das unser Leben entscheidend begleitet. Heutzutage lässt sich schnell und einfach ein Sexdate im Internet per App organisieren. Naheliegend, das die Normfrage mit leichter Unruhe gestellt wird, wie oft muss ich oder darf ich, was ist normal? Die Wissenschaft soll helfen.

Sie äußert sich auch und gibt Entwarnung. Was der Mensch braucht, ist eine individuelle Bedarfsgröße, einmal im Jahr klappt genauso um glücklich zu sein, wie jeden Tag.
Mit so einer Vorgabe kann natürlich erleichtert auf das reale Leben geschaut werden. Denn die Wissenschaft ist dran am Sexleben und zumindest statistisch könnte der Eine oder Andere, leichten Leistungsdruck verspüren.

Sex in Zahlen – Man darf nicht alles ernst nehmen

Die Wissenschaft kann erklären, wie Sex funktioniert, was der wissenschaftliche Bedarf ist, aber Gott sei dank nicht. Um Licht ins Dunkle zu bringen wird gezählt. Nicht wirklich, denn die Angaben sind Zahlen, die Befragte angeben. Angeben ist dabei ein gutes Stichwort. Männer, das weiß man, können immer. So muss Mann das dann auch ins Rennen schicken. Zwischen Singles und in einer Beziehung lebenden wird nicht unterschieden. Gefragt nach täglichem Sex, ist Deutschland mit 5 Prozent Aktiven recht bescheiden. Australier sehen sich mit 10 Prozent schon mal deutlich bedürftiger, Polen oder Belgier ziehen mit 13 Prozent da noch vorbei und Spitze ist Brasilien. Da wackelt mit 23 Prozent täglichem Sex der Zuckerhut. Die Wissenschaft hat darunter einen Strich gezogen und ermittelt, 1,5 mal in der Woche ist Durchschnitt.

1,5 mal in der Woche ist Durchschnitt

Ticken Mann und Frau beim Bedarf im Gleichklang? – Nicht wirklich

Schon biologisch gibt es ein Problem. Der Mann hat jeden Tag bis zu 185 Millionen Spermien auf Lager, eine Frau dagegen benötigt in ihrem ganzen Leben höchstens 400-500 Eizellen für die potenzielle Befruchtung. Die Evolution hat also einen getrennten Sex-Bedarfsplan. Das wird deutlich, wenn man Sex als Dienstleistung untersucht. Da strömen die Männer in geschlossenen Kohorten im Dunkel der Nacht zum Objekt der Begierde. In Deutschland werden so ca. 16 Milliarden Euro jährlich umgesetzt. Zum Vergleich, alle Kinos kommen zusammen auf 800 Millionen Euro.

Man kann es auch anders formulieren, Frauen sind beim Sex anspruchsvoller, sie pochen auf die entsprechende lustvolle Stimmung. Der Frau geht es nicht um die Anzahl, sondern die Qualität.
So sehen dann auch die Zahlen aus. Eine weltweite Erhebung kommt bei Männern auf 103 mal Sex im Jahr, Frauen dagegen liegen bei nur 88 sexuellen Aktivitäten.

Der Mensch braucht keinen Sex, um gesund zu leben. Zumindest hat die Wissenschaft bei Nonnen oder Priestern, die tatsächlich Null-Aktiv sind, nichts feststellen können, das sie häufiger krank sind. Die Sexabstinenz ist gesundheitlich folgenlos. Allerdings ist Sex gesundheitsfördernd. Belebende Durchblutung und Hormonrausch streicheln Leib und Seele. Das Hormon Oxytocin sorgt für Wohlfühlatmosphäre und seelische Geborgenheit. Es ist aber nur mit einem Orgasmus zu haben.

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Die Chemie beim Sex: Was geht in unserem Körper vor? 

Im Rausch der Hormone

Sex zu haben ist heute so einfach wie niemals zuvor. Online-Angebote und Apps, wie z.B. Parship oder C-date, machen eine Verabredung zu einem Kinderspiel (mehr Informationen zu Trend Onlinedating hier). Der Sex mit dem Partner gehört zu den wohl schönsten Dingen, die wir im Laufe unseres Daseins erleben dürfen. Es ist uns jedoch in der Regel gar nicht bewusst, was genau in diesem tollen Moment in unseren Körpern aus chemischer Sicht abläuft. Zeit, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und darüber aufzuklären, welche chemischen Reaktionen beim Sex vor allem in unserem Kopf ablaufen.

Wie uns unser Körper mit Dopamin belohnt

Das zentrale Hormon beim Sex ist zweifellos das sogenannte Dopamin. Es wird beim Höhepunkt in großen Mengen ausgeschüttet und sorgt in unserem Kopf für einen hemmungslosen Zustand der Euphorie. Manche Experten vergleichen die Wirkung des Dopamin sogar mit jener einiger harter Drogen. Einmal ausgeschüttet, lässt es uns das Dopamin außerordentlich schwer fallen, mit dem Sex aufzuhören. Wir spüren in uns das starke Bedürfnis, weiterzumachen und letztendlich einen Orgasmus zu erleben. Ist dieser erfolgt, verringert sich die Aktivität in Teilen des Großhirns deutlich.

Wie Endorphine für Entspannung

Die sogenannten Endorphine sind dafür verantwortlich, dass wir beim Sex abschalten können und keine Gedanken an andere Dinge verschwenden, während wir gerade beim Liebemachen sind. Sie haben vor allem bei Frauen einen großen Effekt und sorgen dafür, dass die Frau zur Ruhe kommen und damit ihre Chance auf einen Höhepunkt erhöhen kann. Die Endorphine signalisieren dem Körper der Frau, dass dieser dem Sexualpartner vertrauen kann und tragen damit entscheidend dazu bei, dass die Frau die Zeit im Bett in vollen Zügen genießen kann.

Rauschartige Euphorie dank des Noradrenalin

Ein weiterer Stoff, der uns beim Sex begleitet und entscheidenden Einfluss auf unser sexuelles Verhalten hat, ist das sogenannte Noradrenalin. Dieses wird in der Nebenniere gebildet und sorgt dafür, dass sich unsere Laune hebt, Hunger und Müdigkeit vertrieben werden und nicht zuletzt auch unsere Schmerzen gedämpft werden. Damit wird unser Körper auf den Liebesakt vorbereitet, für den es wichtig ist, dass wir uns in unseren Körpern wohlfühlen.

Das Gehirn als Antrieb der Hormone

Zwar werden viele der genannten Hormone automatisch ausgeschüttet, allerdings hat das Gehirn eine nicht zu vernachlässigende Kontrollfunktion. Auch ist es dafür verantwortlich, dass wir in diesen Momenten unser schlechtes Gewissen und andere Dinge im Bezug auf die Moral ausschalten.

Wenn wir Sex haben, dann findet in unserem Körper eine wahre Explosion der Hormone statt. Viele davon bilden sich bereits vor dem eigentlichen Akt und sorgen dafür, dass sich unsere Anspannung löst. Andere wiederum erfüllen den Zweck, dass wir uns während des Sex wohlfühlen und nicht vor dem Höhepunkt aufhören.